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13. Dezember 2007
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Bonds
Der grosse Abverkauf
Das Gründungshoroskop der T-Bonds - amerikanische Staatsanleihen - bezieht sich auf den 22.08.1977. Unschwer erkennt man, das diese nun 30 Jahre auf dem Buckel haben. Damit aber gelangt Saturn, mit einem Umlauf von 29,4 Jahren an seinen alten Ausgangsort bei 21°35´ im Löwen
zurück. Exakt wird dies am 24.06.2007.
Doch was viel interessanter war in diesem Frühjahr, war der langsame und immer noch anhaltende Neptun Transit über den Radix Saturn der T-Bonds, der seinen Inhalt nach bereits im Vorfeld eine Schwächung signalisierte, wie ich einigen Geschäftspartner mitteilte. Die Frage die sich derzeit stellt, ist:
Warum sinken US Staatsanleihen?

Nun, das kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist möglicherweise der niedrige Zins, der eine Anlage auf diesen Sektor weniger interessant erscheinen läßt, als etwa eine Investition im Aktienbereich. Schließlich stehen Anleihen und Aktien in Konkurrenz.
Ein weiterer Grund mag darin zu finden sein, das die Anleger ihre Papiere abverkaufen, weil Ihnen das Vertrauen in die vom US- Staat ausgegeben Anleihen, die ja im Grunde nichts anderes sind als wertlose Kriegsanleihen, kein Vertrauen mehr geniessen. Der Irak-Krieg ist in den Wüsten zum Erliegen gekommen. Ein Rückzug scheint unvermeidlich, ebenso wie die Niederlage. Das Iperium ist im Treibsand steckengebleiben, nachdem es vorschnell einen Sieg verkündete. Die Arroganz rächt sich nun bitter.

Thomas Brackmann dazu:
Peter Scholl- Latour gilt als ausgebuffter Kenner des nahen und mittleren Osten. Durch zahlreiche Reisen erwarb er sein Wissen ueber die Zusammenhaenge vor Ort und den Menschen zwischen Maghreb und Hindukusch. Mit “Weltmacht im Treibsand” zeigt er zugleich seine analytischen Faehigkeiten und entlarft das Scheitern der USA im Irak, Afghanistan, Iran und Libanon. Obwohl 2005 erstmals erschienen, ist das Buch heute aktueller denn je.
Duestere Bilanz der Weltmacht
“Die Bilanz sieht duster aus fuer die ‘Weltmacht im Treibsand’. Alles deutet darauf hin, dass George W. Bush seinen Eroberungskrieg in Mittel-Ost, den er 2003 unter der Losung ‘Iraqi Freedom’ ausloeste, bereits verloren hat. Die Frage stellt sich heute immer dringlicher, auf welche halbwegs honorige Weise die US-Army sich aus dem mesopotamischen ‘Quagmire’, aus diesem Morast, wie die amerikanischen Kritiker schreiben, absetzen kann”, schreibt der Autor in seinen einleitenden Worten.
Irak und Iran als grosse Brocken
Im Verlauf des Buches versucht er den moeglichen Weg aus diesem Morast fuer die USA aufzuzeigen. Dabei bietet er dem Leser nicht wie in vielen Buechern vor diesem einzelne kleine Haeppchen, sondern mehrere grosse Brocken an. So beginnt er nach seinem aktuellen Vorwort mit der Tour d’ Horizon, einer Art Ueberblick ueber die Weltlage. Mittendrin im Treibsand, statt nur dabei die Weltmacht USA, die an verschiedenen Punkten der Welt ins Straucheln geraten ist. Diesen Kampf der religioesen Fanatiker tituliert er auch konsequent mit “Gotteskrieger in Ost und West”.
Deutschland am Hindukusch
Der naechste Gang besteht aus einem Allerlei aus Afghanistan. Schon 2005 vernahm Scholl-Latour die “Warnzeichen aus Dien Bien Phu” am Hindukusch. Die Lage drohe zu eskalieren. In diesem Kapitel befasst er sich vor allem mit den deutschen Streitkraeften am Hindukusch, auf die noch eine heisse Zeit zukommen werde. Wie recht Scholl-Latour (wieder einmal) gehabt hat, zeigt sich an der prikaeren Lage im Sommer 2006. Deshalb raet er bereits ein Jahr zuvor: “Vielleicht taete die Berliner Regierung gut daran, sich rechtzeitig mit Moskau in Verbindung zu setzen, um im Extremfall eine zuegige Evakuierung vorzunehmen.”
Irak, Iran und Libanon
Das “Ende des Heiligen Experiments” und “Die Super- Intifada” und schliesslich “Gelbe Fahnen am ‘boesen Zaun’ sind die Headlines ueber die Kapitel ueber den Iran, Irak und die Lage im Libanon. In diesen geht er den Ursachen des amerikanischen Scheiterns in der Nahostregion auf den Grund. Wie in frueheren Buechern kann er hier auf zahlreiche Kontakte aufbauen. Gleichzeitig schlaegt er historische Boegen von Timur bis Hitler, vom Mittelalter bis in das aktuelle Geschehen.
Irak:” Die Berufssoldaten von heute, die Donald Rumsfeld ins Zweistromland schickt, stamen meist aus aermlichen, unterpreviligierten Schichten. Auf Grund ihres bescheidenen Bildungs- und Intelligenzniveaus begegnen sie den tueckischen Gefahren des Orients mit wuetender Hilflosigkeit.”
Der Hund und sein Herrchen
Er kommt auch nicht umhin das Verhaeltnis von Grossbritannien zu den USA auszuloten. Dies vor dem Hintergrund der Diskussion um die umstrittenden Haftanstalten von Abu Graib und Guantanamo. “Am Ende dieser Sendung, noch unter dem Eindruck der beiden Haftanstalten, uebt das strahlende Laecheln Tony Blairs, das er wieder einmal in unterwuerfiger Gemeinsamkeit mit Praesident Bush in die Kamera fletscht, eine Schockwirkung aus.”
“Im Grenzdreieck zwischen Libanon, Syrien und Israel brauen sich neue Gewitter zusammen. Noch weiss niemand, wie sich die radikalen Veraenderungen an Euphrat und Tigris oder am fernen Hindukusch auswirken werden”, schrieb der Autor 2005. Im Sommer 2006 regnet es Bomben in Haifa und im Suedlibanon.
Mit Herz und Hirn
Meist sachlich, aber auch mit ein wenig (all)wissender Ironie evaluiert er das Zeitgeschehen, greift auf fruehere bereits erschienene Werke von ihm selbst zurueck, rezitiert gekonnt andere Publizisten. Er bewegt sich trotz oder gerade wegen seines Alters meisterhaft durch Raum und Zeit des Nahen Ostens. In der Mitte des Buches finden sich einige Karten sowie ein Bild, das ihm immer wieder die Pforten oeffnet. Ein Foto zeigt ihm mit dem Ayatollah Komeini.
Immer wieder wenn er in einer scheinbar ausweglosen Lage ist, oeffnet ihm als Beweis und nicht als Angabe ein gemeinsames Bild mit dem iranischen Revolutionsfuehrer Komeini die Tueren des Nahen Ostens. Gleich dem Motto “Sesam oeffne dich”!
Dieses Buch ist all jenen zu empfehlen, die sich an Scholl-Latour noch nicht ueberlesen haben, ihn kennenlernen wollen oder wissen moechten auf welche Überraschungen wir uns noch einestellen muessen.
——Das Buch
Peter Scholl-Latour
Weltmacht im Treibsand
Berlin, 2005
ISBN-13: 979-3-548-36782-8
Ullstein Taschenbuch Verlag
www.ullstein-taschenbuch.de
Ein weiterer Grund mag sein, das die Asiaten alle voran China und Japan, ihre rießigen Exportüberschüsse, nicht mehr nur in US-Papiere anlegen, die gewohnte Nachfrage also ausbleibt. Bleibt die Nachfrage auch nur zu einem gewissen Teil aus, sinkt der Wert, da ein Anbebotsüberhang vorliegt. Und letztk´lich benötigt USA täglich ca. 2.500.000.000 Milliarden Dollar Fremdkapital. Täglich!
Sie hängen also am Tropf.
Das Bild, das ich für diesen Vorgang ( 2003 ) vor längerer Zeit wählte ist das der sinkenden Titanic, die mit "Volldampf voraus" einen Eisberg rammte und langsam sank. Ich würde sagen, die US-boys haben ein Problem, und nicht nur diese.
Kommt es also zu weiteren Abverkäufen der T-Bonds?
Wenn ja - dann wann?
Und, welche Auswirkungen hat ein Bondcrash oder ein Bondabverkauf auf die Edelmetalle?
Informationen darüber erhalten sie auf Anfrage via email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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