Trade the future

Jede Krise beginnt mit dem grossen Verdrängen

Die Wirtschaftskrise kam nicht aus heiterem Himmel, es wurde vor ihr gewarnt. Die Kassandrarufe wurden allerdings nicht erhört – warum eigentlich?  

Die fünf Brücken der Rezession

Publizist Philipp Löpfe beleuchtet in einer Serie die fünf Phasen des Sterbens, die die berühmte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross beschrieben hat. Sie lauten: Verdrängen, Zorn, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Menschen verdrängen nicht nur den Tod, sondern alles, was ihnen unangenehm ist. Die Rezession gehört dazu, und die fünf Phasen von Kübler-Ross wiederholen sich regelmässig in wirtschaftlich schweren Zeiten Rezessionen brechen nicht wie Naturereignisse über die Menschen herein. Es gibt Warner, die oft schon Monate oder Jahre zuvor vor einem Wirtschaftseinbruch an die Öffentlichkeit treten. Das war auch in der aktuellen Krise der Fall. Die Gefahr, dass die amerikanische Immobilienblase platzen und eine Rezession auslösen könnte, ist seit längerem ein Thema in den Medien. Zu den aktuell bekanntesten Crash-Propheten gehören die beiden Ökonomieprofessoren Nouriel Roubini und Robert Shiller. Ebenso hat das wohl renommierteste Wirtschaftsmagazin der Welt, der «Economist», immer wieder auf die gefährliche Situation im US-Häusermarkt hingewiesen. Auch vor den neuen Finanzprodukten wurde gewarnt. Die toxische Buchstabensuppe, wie CDO, CDS, ABS, etc. auch genannt werden, sind hochkomplexe Derivate. Sie werden nicht nur von den Konsumenten, sondern auch von den Bankern nicht mehr verstanden. Schon vor Jahren bezeichnete sie deshalb der legendäre Investor Warren Buffett als «Massenvernichtungswaffen der Finanzmärkte».

Warum finden die Warner keine Gehör? Dafür gibt es verschiedene Gründe. Es gibt in der ökonomischen Theorie zwar allgemein anerkannte Gesetzmässigkeiten, doch das Timing ist äusserst heikel. Von Herbert Stein, einem Berater der Nixon Regierung, stammt der legendäre Satz: «Dinge, die so nicht weiter gehen können, gehen so nicht weiter.» Dumm bloss, dass sich der genaue Zeitpunkt, wann diese Dinge so nicht mehr weiter gehen können, nicht bestimmen lässt. Quelle: BernerZeitung

Spica dazu:  Die Warnungen fanden nur in den Medien kein Gehör. Hingegen nahmen sich öffentliche Foren  lange vor dem Eintreffen der Krise diese meiner astrologischen "Kassandrarufe" an. Nur, es war eben mehr als schwer vorstellbar wie schlimm es dann wirklich werden würde - und - es kommt noch dicker..  Auch das Timing war nicht heikel oder ein Problem, sondern vielmehr die verbotene Technik, wie das Timing zustande kam. Denn bekanntlich kann es nichts geben, was nicht sein darf. Dass sich der genaue Zeitpunkt angeblich nicht bestimmen läßt, ist auch so ein Aberglaube der durch die Medien im Zeitalter der Wissenschaftsgläubigkeit den Marktteilnehmern  aufgetischt  wird und den Marktteilnehmern wie das Märchen vom bösen Wolf oder der guten Fee den Kindern erzählt wird. Alles Propaganda der Neuzeit, und derer kollektiver Verdrängungsmechanismen mit Namen rationale Wissenschaft.

Google Translate

Charts

Statistik

Seitenaufrufe : 1038120